Übung mit skinROLLER: Kopf, Nacken & Schulter aktivieren – Standbild aus dem Übungsvideo

skinROLLER – Kopf, Nacken & Schulter aktivieren

Merksatz

Rolle langsam vom Kopf über den seitlichen Nacken bis zur Schulter – sanft, bewusst und ohne Druck auf den vorderen Hals.

ÜBUNGEN | NEURO.BORD

Wofür ist die Übung gut?

Die Übung setzt gezielte sensorische Reize an der Kopfhaut, hinter dem Ohr, am seitlichen Nacken und im Schulterbereich.

Diese Bereiche sind bei Stress, konzentriertem Arbeiten und langem Sitzen häufig angespannt oder werden nur noch wenig bewusst wahrgenommen. Durch das langsame Rollen erhält das Nervensystem zusätzliche Informationen über Berührung, Druck und die Position von Kopf, Nacken und Schulter.

Die anschließenden Kopfbewegungen können dadurch bewusster wahrgenommen werden. Der behandelte Bereich kann sich wärmer, präsenter oder beweglicher anfühlen.

So baust du die Übung auf

Stelle dich aufrecht und entspannt hin. Lasse beide Arme locker neben dem Körper hängen.

Der Kopf befindet sich zunächst in einer neutralen Position. Die Schultern bleiben tief und locker.

Nimm den skinROLLER in eine Hand. Lange Haare sollten zusammengebunden sein, damit sie sich nicht in der Rolle verfangen.

So führst du die Übung aus

1. Kopfhaut stimulieren

Setze den skinROLLER seitlich am Kopf im Bereich oberhalb des Ohres beziehungsweise an der Schläfe an.

Rolle langsam über die seitliche Kopfhaut nach oben und weiter in Richtung Hinterkopf. Verändere die Rollrichtung etwas, damit verschiedene Bereiche der Kopfhaut erreicht werden.

Arbeite mit sehr leichtem Druck. Der skinROLLER soll angenehm über die Kopfhaut rollen und nicht kräftig gegen den Schädel gedrückt werden.

2. Bereich hinter dem Ohr aktivieren

Setze den skinROLLER anschließend vorsichtig hinter dem Ohr an.

Rolle in kurzen, langsamen Bahnen über den Übergang zwischen Hinterkopf und seitlichem Nacken.

Das Ohr selbst und der Gehörgang werden ausgespart.

3. Seitlichen Nacken bearbeiten

Neige den Kopf leicht zur Gegenseite. Dadurch wird die zu behandelnde Hals- und Nackenseite etwas länger.

Rolle langsam vom Bereich hinter dem Ohr seitlich am Nacken nach unten in Richtung Schulter.

Arbeite nur auf der seitlichen und hinteren Halsregion. Der empfindliche vordere Halsbereich wird nicht behandelt.

4. Schulter und Schlüsselbein stimulieren

Führe den skinROLLER vom Nacken weiter über den oberen Schulterbereich.

Rolle langsam von der Halsbasis nach außen über die Schulter und anschließend vorsichtig im Bereich oberhalb des Schlüsselbeins.

Bewege den Kopf dabei leicht nach oben oder zur Gegenseite, sofern sich dies angenehm anfühlt.

Setze den skinROLLER danach ab, richte den Kopf wieder auf und lasse beide Schultern locker hängen. Drehe den Kopf langsam nach rechts und links und spüre den Unterschied zwischen beiden Seiten.

Anschließend wechselst du die Seite.

Darauf musst du achten

  • Verwende am Kopf und am Nacken nur leichten Druck.
  • Rolle langsam und kontrolliert.
  • Nacken, Kiefer und Schultern bleiben möglichst entspannt.
  • Neige den Kopf nur so weit, wie es angenehm ist.
  • Arbeite seitlich und hinten am Hals – nicht direkt auf dem vorderen Hals.
  • Rolle nicht über Kehlkopf, Luftröhre oder deutlich pulsierende Bereiche.
  • Ohr und Gehörgang werden ausgespart.
  • Atme während der gesamten Übung ruhig weiter.
  • Lange Haare werden vor der Anwendung zusammengebunden.

Typische Fehler

  • Zu starker Druck auf Kopfhaut oder Hals
  • Schnelles und hektisches Hin- und Herrollen
  • Rollen direkt über den vorderen Hals
  • Starkes Ziehen oder Überstrecken des Kopfes
  • Hochgezogene Schultern
  • Angespannter Kiefer
  • Der skinROLLER verfängt sich in offenen Haaren.
  • Weiterarbeiten trotz Schwindel, Taubheit oder stechendem Schmerz

Dauer und Wiederholungen

Bearbeite jede Seite ungefähr 45 bis 60 Sekunden:

  • Kopfhaut: etwa 15 bis 20 Sekunden
  • Hinter dem Ohr und seitlicher Nacken: etwa 15 bis 20 Sekunden
  • Schulter und Schlüsselbein: etwa 15 bis 20 Sekunden

Setze den skinROLLER anschließend ab und spüre kurz nach:

  • Fühlt sich eine Kopfseite deutlicher oder wärmer an?
  • Lässt sich der Kopf leichter drehen oder neigen?
  • Fühlt sich eine Schulter tiefer oder entspannter an?
  • Nimmst du den Übergang zwischen Kopf, Nacken und Schulter bewusster wahr?

Danach wiederholst du die Übung auf der anderen Seite.

Hinweis: Nicht über offene Wunden, entzündete Hautstellen oder akute Verletzungen rollen. Bei Schwindel, Taubheit, starkem Kribbeln oder stechenden Schmerzen wird die Übung sofort beendet.