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Wofür ist die Übung gut?
Die Übung setzt gezielte sensorische Reize an der gesamten Fußsohle. Dadurch erhält das Nervensystem zusätzliche Informationen über Druck, Berührung und die Position des Fußes.
Die bewusste Stimulation kann die Wahrnehmung von Zehen, Fußgewölbe und Ferse verbessern und den Fuß auf Stehen, Gehen, Laufen, Balance und sportliche Bewegungen vorbereiten.
Da die Füße den direkten Kontakt zum Boden herstellen, kann eine bessere Wahrnehmung der Fußsohlen auch die Kontrolle über Sprunggelenke, Knie und die gesamte Körperhaltung unterstützen.
So baust du die Übung auf
Stelle dich barfuß und aufrecht hin. Platziere die ROLLIN vor einem Fuß auf dem Boden.
Das Standbein trägt den größten Teil deines Körpergewichts. Setze den anderen Fuß locker auf die ROLLIN.
Für zusätzliche Sicherheit kannst du dich neben eine Wand, einen Stuhl oder eine andere stabile Abstützmöglichkeit stellen.
So führst du die Übung aus
Setze zunächst den vorderen Bereich des Fußes beziehungsweise den Fußballen auf die ROLLIN.
Bewege den Fuß langsam nach vorne und hinten, sodass die ROLLIN unter der Fußsohle entlangrollt:
- Beginne unter den Zehen und dem Fußballen.
- Rolle langsam durch das mittlere Fußgewölbe.
- Bewege die ROLLIN weiter in Richtung Ferse.
- Rolle anschließend wieder kontrolliert zurück nach vorne.
Arbeite langsam und lasse die ROLLIN unterschiedliche Bereiche der Fußsohle erreichen.
Verändere die Position des Fußes leicht, damit du neben der Mitte auch die innere und äußere Seite der Fußsohle stimulierst.
Du kannst an besonders gut wahrnehmbaren Stellen kurz anhalten. Der Druck bleibt dabei immer angenehm.
Setze den Fuß anschließend wieder vollständig auf den Boden und spüre den Unterschied zwischen beiden Seiten. Danach wechselst du den Fuß.
Darauf musst du achten
- Das Standbein bleibt stabil, aber nicht durchgedrückt.
- Halte den Oberkörper möglichst aufrecht.
- Rolle langsam und kontrolliert.
- Verlagere nur so viel Gewicht auf die ROLLIN, wie angenehm ist.
- Zehen und Fuß bleiben möglichst locker.
- Rolle nicht nur über eine einzige Linie der Fußsohle.
- Halte dich bei Unsicherheit an einer stabilen Fläche fest.
- Atme während der Übung ruhig weiter.
Typische Fehler
- Zu viel Körpergewicht auf der ROLLIN
- Schnelles Hin- und Herrollen
- Verkrampfte oder eingerollte Zehen
- Starkes Ausweichen des Knies nach innen oder außen
- Durchgedrücktes Standbein
- Verlust des Gleichgewichts durch fehlende Abstützung
- Nur der Fußballen oder nur die Ferse wird bearbeitet
- Weiterrollen trotz stechendem Schmerz
Dauer und Wiederholungen
Rolle jeden Fuß ungefähr 30 bis 60 Sekunden.
Führe dabei mehrere langsame Bahnen von den Zehen bis zur Ferse und wieder zurück aus. Anschließend stellst du beide Füße nebeneinander auf den Boden und spürst nach:
- Fühlt sich der behandelte Fuß deutlicher oder wärmer an?
- Nimmst du mehr Kontakt zum Boden wahr?
- Fühlt sich das Stehen stabiler an?
- Kannst du Zehen, Fußgewölbe und Ferse besser unterscheiden?
- Ist das Gewicht gleichmäßiger auf dem Fuß verteilt?
Anschließend wiederholst du die Übung mit dem anderen Fuß.
Hinweis: Nicht über offene Wunden, entzündete Bereiche oder akute Verletzungen rollen. Bei starken Schmerzen, Taubheit oder deutlichem Kribbeln wird die Übung beendet.