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Ein verspannter Nacken, ein angespannter Kiefer oder das Gefühl, dass der Kopf einfach nicht richtig zur Ruhe kommt – viele von uns kennen diese Situationen. Besonders dann, wenn wir lange am Schreibtisch sitzen, viel Zeit vor Bildschirmen verbringen, unter Stress stehen oder unseren Alltag mit wenig Bewegung bewältigen müssen.
Oft versuchen wir, solche Spannungen ausschließlich dort zu behandeln, wo wir sie spüren: Wir massieren den Nacken, dehnen die Schultern oder bewegen den Kopf vorsichtig von einer Seite zur anderen. Das kann angenehm sein. Doch unser Körper funktioniert nicht isoliert. Spannung entsteht nicht ausschließlich in einem einzelnen Muskel. Auch unser Nervensystem, unsere Wahrnehmung, unsere Haltung und unsere tägliche Belastung spielen eine wichtige Rolle.
Genau hier setzt unser neuro-sensorischer Ansatz an.
Wir betrachten Nacken, Kopf und Gesicht nicht als voneinander getrennte Bereiche, sondern als Teil eines komplexen Zusammenspiels zwischen Nervensystem, Muskulatur, Wahrnehmung und Bewegung. Mit gezielten sensorischen Impulsen möchten wir dem Körper neue Informationen geben und ihn dabei unterstützen, Spannung bewusster wahrzunehmen und Bewegung wieder leichter zu gestalten.
Warum sich Stress so häufig im Nacken zeigt
Unser Nervensystem reagiert ständig auf unsere Umgebung. Stress, Zeitdruck, langes Sitzen, monotone Bewegungen oder mentale Belastung können dazu führen, dass unser Körper dauerhaft in einer erhöhten Bereitschaft bleibt.
Das muss uns zunächst gar nicht bewusst sein.
Wir sitzen beispielsweise mehrere Stunden am Computer. Unsere Schultern bewegen sich immer weniger, der Kopf bleibt häufig in einer ähnlichen Position und gleichzeitig verarbeitet unser Gehirn unzählige Informationen. Mit der Zeit kann sich daraus ein Gefühl von Schwere, Spannung oder eingeschränkter Beweglichkeit entwickeln.
Der Nacken wird fest.
Die Schultern fühlen sich schwer an.
Der Kiefer ist angespannt.
Der Kopf fühlt sich müde oder überlastet an.
Dabei ist es hilfreich, nicht nur den betroffenen Körperbereich zu betrachten. Unser Körper arbeitet als Einheit. Das Nervensystem verarbeitet Informationen aus Haut, Muskeln, Gelenken und anderen Rezeptoren und nutzt diese Informationen, um Haltung und Bewegung zu steuern.
Deshalb kann es sinnvoll sein, dem Nervensystem nicht nur über Bewegung, sondern auch über gezielte sensorische Reize neue Informationen anzubieten.
Entspannung beginnt mit Wahrnehmung
Bevor wir eine Bewegung verändern können, müssen wir sie zunächst wahrnehmen.
Das klingt selbstverständlich, ist im Alltag aber gar nicht so einfach. Wenn wir gestresst sind, achten wir häufig weniger auf feine Signale unseres Körpers. Wir funktionieren, arbeiten weiter und nehmen erst dann wahr, dass etwas nicht stimmt, wenn die Spannung bereits deutlich geworden ist.
Genau deshalb spielt Sensorik für unseren Ansatz eine zentrale Rolle.
Sensorische Reize sprechen Rezeptoren in Haut, Faszien und Muskulatur an. Diese Informationen werden vom Nervensystem verarbeitet und können dazu beitragen, unsere Körperwahrnehmung zu verändern. NEURO.BORD nutzt dieses Prinzip, um gezielte Impulse in den Alltag, in Bewegung und in Regenerationsphasen zu integrieren.
Unser Ziel ist dabei nicht, gegen den Körper zu arbeiten.
Wir wollen ihm vielmehr Informationen geben.
Denn Bewegung entsteht nicht allein durch Muskeln. Unser Gehirn und unser Nervensystem entscheiden ständig darüber, wie viel Spannung benötigt wird, welche Muskeln aktiviert werden und wie eine Bewegung koordiniert wird.
Nacken, Kopf und Gesicht gehören zusammen
Wenn wir über Nackenspannung sprechen, denken wir häufig zuerst an die Muskulatur zwischen Schultern und Kopf. Doch auch Kopfhaltung, Kiefer, Gesicht und Atmung stehen in engem Zusammenhang mit unserem allgemeinen Spannungszustand.
Eine dauerhaft nach vorne gerichtete Kopfhaltung kann beispielsweise mit einer erhöhten Belastung bestimmter Strukturen einhergehen. Gleichzeitig verändert sich unsere Wahrnehmung von Haltung und Bewegung.
Auch der Kiefer kann auf Stress reagieren. Viele Menschen bemerken erst spät, dass sie die Zähne aufeinanderpressen oder den Unterkiefer unbewusst anspannen.
Deshalb betrachten wir den Bereich Nacken, Kopf und Gesicht ganzheitlich.
Es geht nicht nur darum, einen verspannten Muskel zu bearbeiten. Es geht darum, die Wahrnehmung zu verbessern, Bewegung zu erleichtern und dem Nervensystem Impulse für Regulation und Entlastung anzubieten.
Wie neuro-sensorische Reize funktionieren
Unser Ansatz basiert vereinfacht auf drei miteinander verbundenen Schritten.
1. Wir setzen einen sensorischen Impuls
Über gezielte Berührungen und Bewegungen werden Rezeptoren angesprochen. Dabei können beispielsweise Haut und tiefer liegende Strukturen sensorische Informationen an das Nervensystem weitergeben.